Wer den Begriff Informatiker hört bzw. fallen lässt, erntet oft ein Grinsen, denn wenn jemand sich für ein solches Studium interessiert, wird er automatisch mit Bildern bzgl. dieser Berufsgruppe konfrontiert. Wie stellt man sich den typischen Informatiker vor? Es entsteht sofort ein Paket von Attributen, die sich hartnäckig zu halten scheinen: introvertiert bis sozial etwas ungeübt, extrem Detail versessen und vor allem natürlich männlich.

Multikulti im Studium

Diese Bilder entsprechen aber keineswegs der Realität, und wenn man sich an entsprechenden Hochschulen umsieht, wird man einen höheren Anteil an Studentinnen feststellen. Oft sind die Fachbereiche Informatik zudem sehr international aufgestellt, so dass ein sehr buntes Bild entsteht. Dem Absolventen dieses Fachs stehen viele Möglichkeiten offen, sowohl in Deutschland als auch international. Computer und deren Programme und vielfältigen Anwendungen sind nun einmal in der ganzen Welt “zuhause”.

Berufsbilder

Welche Berufsbilder könnten sich aus einem Informatik Studium ergeben? Zum einen alles, was mit Schulungen zusammen hängt, für alle diejenigen, die doch entgegen dem Klischee gerne mit Menschen arbeiten, auch mit jungen Menschen. Schulungen sind ja permanent erforderlich, sei es, weil Firmen interne Programme einführen, sei es, weil einfach neue Entwicklungen im PC Bereich zu verzeichnen sind.Desweiteren könnte ein Absolvent des Fachs Informatik sich im Bereich der Kundenberatung betätigen. Dies geschieht oft im Außendienst, das heißt, der Kunde wird aufgesucht, zum Beispiel, wenn neue Programme eingerichtet werden müssen, die der Kunde in allen Details kennen lernen muss. Dazu gehört ebenso eine Hotline, bei der Beratung und Support von kompetenter Seite angeboten werden.

Kreativität das A und O

Ein weiteres Feld der Informatik stellt natürlich die Entwicklung von Software dar. Hier hat ja jeder Betrieb eigene Erfordernisse, Software, die genau den Bedürfnissen der Firma entsprechen muss, zudem benutzerfreundlich und sicher sein muss. Hier kann der Informatiker beraten und dauerhaft unterstützend den Kunden begleiten.
Ferner sind natürlich alle Bereiche rund um die neuen “Apps” in interessantes Gebiet, also Applikationen, die von allen Nutzern eines Computers oder auch Handys genutzt werden. Hierbei ist natürlich die Benutzerfreundlichkeit und Simplizität von besonderer Bedeutung.
Um noch einmal das anfangs zitierte Klischee zu bemühen: Fern der kleinen engen Welt, in der jemand Tag und Nacht allein vor sich hin “werkelt”, stellt ein Absolvent der Informatik einen wichtigen Kontakt zwischen Computerfirmen, deren Produkten und dem Endverbraucher dar. Hierzu ist Fingerspitzengefühl in hohem Maß erforderlich, wenn man so will, auch eine soziale Kompetenz. Wer schon einmal das Pech hatte, an einen Menschen zu geraten, der nicht in der Lage war, sein Wissen auch Laien nahe zu bringen wird verstehen, was erforderlich ist, um im Berufsleben einen wirklich wichtigen und guten Service zu bieten. Wie in jedem anderen Fachgebiet auch, ist es wichtig, auch eine gewisse Distanz dazu zu haben und sich in die Lage zu versetzen, auch komplizierte Sachverhalte in einfachen Worten kommunizieren zu können. Aber wer sich in diesem Bereich kompetent fühlt, wer auch gerne mit Menschen ganz unterschiedlicher Art umgeht zudem auch eine Herausforderung in Lösungen komplexer Sachverhalte und Fragen sieht, kann sich als Informatiker auf eine Vielzahl von Berufschancen freuen.

Foto Daniel Fleck Fotolia

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